Mit Ranong wird sowohl eine im Süden Thailands gelegene Provinz als auch deren Hauptstadt bezeichnet. Man sollte es nicht mit Rayong verwechseln, das im Osten Thailands liegt. Etwa 560 Kilometer von Bangkok entfernt liegt Ranong auf dem schmalen Landstreifen zwischen der Andamanensee und dem Golf von Thailand. Die schmalste Stelle ist nur 44 Kilometer breit und wird als Isthmus von Kra bezeichnet. Ein Denkmal weist auf diese Stelle hin.
Im Nordwesten grenzt das Land Burma (auch als Myanmar oder Birma bekannt) an Ranong. Daher gilt die Provinz als beliebter Ausgangspunkt für Ausflüge mit dem Longtailboot nach Victoria Point, dem südlichsten Zipfel des burmesischen Festlandes. Man sollte sich zuvor um die Einreisebedingungen kümmern, kann dafür dann aber z.B. einen typischen burmesischen Markt erleben. Als eine der regnerischsten Städte Thailands ist bei einer Reise nach Ranong insbesondere die Reisezeit zu beachten. Zwischen Dezember und April ist keine Regenzeit und die wunderschöne grüne Natur mit ihren vielen kleinen Flüssen und Wasserfällen der Umgebung kann umso mehr genossen werden.
Ranong ist keine typische Gegend für Touristen, hat aber durchaus einige Sehenswürdigkeiten zu bieten. Zu den bekanntesten Attraktionen gehören die heißen Quellen, die sich bei Wat Tapotharam, einem buddhistischen Tempel, etwa einen Kilometer von der Stadt Ranong entfernt befinden. Mit bis zu 70 °C steigt das Wasser aus dem Boden. In den dortigen Bädern kann es aber mit angenehmen 42 °C genossen werden. Um die heißen Quellen herum liegt das schöne Waldgebiet Raksawarin Arboretum, das man zum Beispiel auf dem Rücken von Elefanten entdecken kann.
Sehr beeindruckend sind die Wasserfälle in der Umgebung von Ranong. 12 Kilometer südlich der Stadt befindet sich Nam Tok Ngao, dessen Wasser von einer hohen Bergspitze hinunterstürzt. Der Wasserfall ist von ursprünglichen Dschungel umgeben. Nam Tok Punyaban ist ein weiterer eindrucksvoller Wasserfall, der etwa 15 Kilometer von Ranong entfernt liegt.
In der Andamanensee liegen einige schöne Inseln in der Nähe der Küste. Ausflüge von einem oder mehreren Tagen lohnen sich besonders für Strandliebhaber, Ruhesuchende, Tauchfreunde und Angler. Eine sehr ruhige, aber auch sehr schöne Insel ist Koh Chang, die nicht mit der gleichnamigen Insel im Golf von Thailand verwechselt werden sollte. Koh Phayam ist ebenfalls eine schöne kleine Insel, mit traumhaften Stränden, auf der die Einwohner vom Anbau von Cashewnüssen leben.
Auf dem Festland 45 Kilometer südlich der Stadt Ranong liegt der Laemson Nationalpark im Küstenbereich der Andamanensee. Hier ist die Natur noch fast unberührt und bietet faszinierende Eindrücke. Auch die nahezu touristenfreien Strände dieser Gegend sind sehr reizvoll.
Wenngleich Ranong als Urlaubsgebiet noch weitgehend unbekannt ist, lohnt es sich diese ursprüngliche Gegend mit der besonders faszinierenden Natur zu erkunden.
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